Parasiten, wie man sie erkennt und behandelt

Parasiten, wie man sie erkennt und behandelt

Russian toy terrier scratching. isolated on white background
Egal ob Hund, Katze, Kanninchen oder Meerschweinchen, wenn unsere Haustiere besonders jetzt zur Sommerzeit vermehrt nach draußen gehen, besteht immer ein gewisses Risiko unliebsame Mitbewohner von draußen mitzubringen.
Hier findet ihr eine kleine Auflistung der gängisten Parasiten, wie man sie erkennt und behandelt.
Zecken:
Sie gehören zu den Spinnentieren und lauern im hohen Gras, Büschen und Bäumen um einen geeigneten Wirt zu finden.
Sie beissen sich mit ihren Mundwerkzeugen fest und saugen mit ihrem Rüssel das Blut ihres Wirts.
Wenn sie sich vollgesaugt haben, lassen sie los und fallten vom Tier ab.
Die Zecke kann verschiedene Krankheiten übertragen und sollte immer sofort entfernt werden.
Hierbei muss die Zecke mit den Fingernägeln oder einer speziellen Zeckenzange direkt am Kopf gepackt und gerade herausgezogen werden.
Der Kopf muss ungedingt mit entfernt werden, da sich dieser in der Wunde entzünden kann.
Wenn der Kopf stecken geblieben ist, kann der Tierarzt diesen entfernen.
Eine Zecke kann unter anderem Borreliose übertragen.
Die Bakterien breiten sich im Blutkreislauf aus und können Gelenke, Organe und das Nervensystem befallen.
Bei einem erkrankten Tier können sich Symptome wie Fieber, Appetitlosigkeit und Apathie zeigen.
Ohne Behandlung kann es zu schweren Herz und Nierenschäden kommen.
Flöhe
Oft zeigt sich ein Flohbefall durch häufiges Kratzen um den juckenden Bissen des Flohs entgegen zu wirken.
Aber auch Tiere die sich nicht vermehrt kratzen können von Flöhen befallen sein.
Am besten kämmt man das Tier regelmäßig zur Überprüfung mit einem Flohkamm oder reibt mit einem feuchten Papiertuch über das Fell. Zeigen sich auf dem Papiertuch rote oder rostbraune Verfärbungen liegt ein Flohbefall vor.
Bei einem schwachen Flohbefall reicht meistens ein Spot-on Mittel gegen Parasiten.
Wichtig ist genau die Dosieranleitung zu beachten und das wirklich nur Produkte die spezell für euer Tier hergestellt wurden verwendet werden.
Für Katzen nur Produkte die sich für Katzen eignen. Für Hunde nur Produkte die sich für Hunde eignen usw. Alles andere kann zu schlimmen lebensgefährlichen Vergiftungen führen.

Von einem Flohhalsband ist besonders bei Katzen und Kleintieren dringend abzuraten, da sich die Tiere erwürgen oder erhängen können!

Bei Flöhen muss man auch die nähere Umgebung behandeln. Körbchen und Decken sollten heißt gewaschen und mit speziellen Umgebungsspray behandelt werden.
Die Wohnung muss gründlich gestaubsaugt und gewischt werden und bei Meerschweinchen und Kanninchen empfiehlt es ich die Ställe auszuwaschen und Streu/Heu komplett auszutauschen.

Tipp: Zerschneidet ein oder zwei Flohhalsbänder und füllt sie in den Staubsaugerbeutel. So wird eingesaugten Flöhen den Gar ausgemacht.

Grasmilben
Um Grasmilben zu erkennen kann man das Tier über einem weißen Tuch bürsten. Die Grasmilben haben einen orangeroten Körper und sind auf dem weißen Untergrund gut zu erkennen.
Sie treten vermehrt im Spätsommer und Herbst (Juli bis Oktober) auf und führen zu Juckreiz und Hautrötungen. Besonders oft sind die Pfotenzwischenräume, Ohren und verdeckte Körperstellen betroffen.
Wiesen auf denen sich oft Tiere aufhalten (Pferdekoppeln, Kuhweiden, etc. ) sind meist vermehrt betroffen und sollten gemieden werden.
Wenn der Rasen gemäht wurde, sollte der Rasenschnitt nicht liegengelassen werden, da sich die Grasmilben auf den Grasspitzen aufhalten und dann wieder die Chance haben sich über den Rasen zu verteilen.
Grasmilben lösen außer Juckreiz und Hautrötungen keine weiteren Krankheiten aus. Sollte sich ein Tier jedoch übermäßig kratzen oder sogar kahllecken, sollte der Befall mit Präperaten zum Einreiben oder einem speziellen Shampoo behandelt werden.
Würmer
Hier ist die Diagnose des Tierarztes sehr wichtig. Dieser muss den Kot (der am besten über drei Tage hinweg gesammelt wurde) untersuchen um den Wurmbefall und die Wurmart zu erkennen.
Symptome können unter anderem Durchfall, Erbrechen, ein aufgeblähter Bauch, Gewichtsverlust oder eine Verändung der Fellstruktur wie mattes oder glanzloses Fell sein.
Bei Katzen und Hunden kann sich ein Wurmbefall auch durch das Rutschen auf dem Hintern zeigen.
Besonders bei jungen Tieren ist ein schnelles Handeln erforderlich, da sie aufgrund des Durchfalls und der Schwäche schnell in einen kritischen Zustand kommen können.
An dem Ergebnis der Untersuchung werden die Medikamente und die Dauer der Medikamentengabe festgelegt.
Eine regelmäßige Durchführung von Entwurmungen ist nicht empfehlenswert und sollte nur bei einem akuten Wurmbefall erfolgen.
 
Bezugsquellen
Als gute Bezugsquelle für Flomittel und Entwunmungspräperate haben sich für mich über die Jahre verschiedene Onlineapotheken herauskristalisiert.
Ich spreche mit meinem Tierarzt ab welches Mittel in welcher Dosis die Katzen bekommen sollen, er schreibt mir (falls nötig) ein Rezept und ich bestellen die Mittel wesentlich günstiger online.
Tierapotheken mit denen ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe sind z.B.:

 

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